Die Entwicklung in der DDR-Architektur ist im historischen Überblick am ehesten in Berlin nachzuvollziehen. Wenn auch wichtige Bauten als architekturhistorische Belege nach und nach verschwinden. Die Tour zu DDR Architektur in Berlin führt durch quer durch die Hauptstadt, beginnt südöstlich im historischen Funkhaus in der Nalepastraße und endet westlich im Revuetheater Friedrichstadtpalast. *Architekturreisen*
1952 bis 1955 gebaut ++ 135.000 qm Gelände ++ Studios des DDR-Rundfunks ++ Architekt Franz Ehrlich ++ Studiogebäude mit einzigartiger Akustik ++ Innenausstattung durch die Deutschen Werkstätten Hellerau ++ denkmalgeschützter Komplex ++ heute Medienzentrum ++ Führungen möglich ++
Bei der Hotel-Übernachtung eine Zeitreise zurück ins Ost-Berlin der 70er und 80er Jahre ++ originale DDR-Platten-Architektur mit ostdeutscher Raumgestaltung ++ inmitten von Möbelklassikern wie Schrankwand „Karat“ und Multifunktionstisch ++ typisches DDR-Wohngebiet, das im staatlichen Wohnungsbauprogramm entstanden ist ++
Geprägt durch Wohnblöcke aus den 1950er-Jahren im Stil des sozialistischen Klassizismus ("Zuckerbäckerstil") ++ Zitate antiker Einzelformen, dorische, ionische Säulen, Ziergiebel mit Architrav und Fries ++ Architekten Egon Hartmann, Richard Paulick, Hanns Hopp, Karl Souradny, Kurt Leucht, Alexander W. Wlassow, Sergej I. Tschernyschew ++ ursprünglich Große Frankfurter Straße ++ 1949 in Stalinallee umbenannt ++ am 17. Juni 1953 demonstrierten Arbeiter auf den Großbaustellen der damaligen Stalinallee mit Streiks gegen die allgemeine Erhöhung der Arbeitsnormen ++ 1961 in Karl-Marx-Allee umbenannt ++ Drehort „Good by, Lenin“ Film von Wolfgang Becker (2003) mit Katrin Saß ++
1961-1964 gebaut ++ Architekten Josef Kaiser ++ Architektur bringt radikale Reduktion und unbedingte Transparenz ++ damals absolut progressiv ++ deutscher Marmor, Schiefer, eloxierte Aluminiumrahmen ++ über 60 Architekten, Ingenieure und Innendesigner beschäftigt ++ heute Eventrestaurant ++ "Heimat für Veranstaltungen im progressiven Markenkontext und Tagungsstätte für anspruchsvolle Vordenker" ++
Großraumkino ++ 1963 eröffnet ++ Stahlbetonskelettbau geplant, mit hellem Sandstein verkleidet ++ zur Straße hin offener Bereich mit großer Glasfläche ++ Reliefs von Waldemar Grzimek, Hubert Schiefelbein, Karl-Heinz Schamal ++ Architekten Josef Kaiser, Heinz Aust ++ 600 Besucher fassender Kinosaal ++ einst DDR-Premieren-Kino ++
1962 bis 1964 erbaut ++ erstes Hochhaus am Alexanderplatz ++ Architekt Hermann Henselmann ++ 12-geschossiges Hochhaus in Kastenform ++ typische Lösung für die Wolkenkratzer-Architektur der Nachkriegsmoderne ++ Stahlskelettbauweise ++ Glas-Aluminium-Vorhangfassade ++ umlaufender Fries von Walter Womacka in Anlehnung an mexikanische Wandbilder entworfen ++ gesamter Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz ++
Mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste nicht abgespannte Bauwerk Europas ++ Architektur geht auf eine Idee von Hermann Henselmann und Jörg Streitparth zurück ++ 1969 fertig gestellt ++ Drehort „Der Zimmerspringbrunnen“ Film von Peter Timm (2001) mit Götz Schubert ++
1962 bis 1964 errichtet ++ erster Ausdruck der stilistischen Sachlichkeit in der DDR-Baukunst der 1960er-Jahre ++ Architekten Roland Korn, Hans Erich Bogatzky ++ Grundstein für die Ost-Moderne ++ in die Fassade integriert das ehemalige Portal IV des Berliner Stadtschlosses, von dessen Balkon aus Karl Liebknecht am 9. November 1918 die „sozialistische Republik“ ausgerufen hatte ++ Sitz des DDR Staatsrates ++ heute Managerhochschule European School of Management and Technology (ESMT) ++ das Gebäude steht unter Denkmalschutz einschließlich Glasbild von Walter Womacka ++
1894 bis 1905 in Anlehnung an die italienische Hochrenaissance und den Barock errichtet ++ Architekt Julius Raschdorff ++ in der Gruft zahlreiche Mitglieder des Hauses Hohenzollern ++ 1975 bis 1993 restauriert ++ Beispiel für die veränderte Architekturpolitik der DDR bei sakralen Gebäuden ++ Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin ++ Relief Luther auf dem Wormser Reichstag, Relief mit Martin Luther, Johannes Bugenhagen u. a., Standbilder der Reformatoren Luther, Melanchthon, Zwingli und Calvin ++
Neorenaissancebau ++ 1883 bis 1884 entstanden ++ mit 185 Zimmern ++ mit Läden im Erdgeschoss ++ in der DDR-Zeit hauptsächlich für internationale Gäste ++ heute Westin Grand Hotel ++
Die größte Theaterbühne der Welt ++ 1984 neu eröffneter Show-Palast an der Friedrichstraße ++ als Ersatz für den 1980 wegen seiner Baufälligkeit geschlossenen „Alten Friedrichstadtpalast“, das frühere Große Schauspielhaus, gebaut ++ DDR-Theaterarchitektur ++ Betonbau auf rechteckigem Grundriss ++ strukturierte Fassade mit Rundbogenformen ++ Innenausstattung am alten Palast orientiert ++ Reliefs der Bildhauerin Emilia N. Bayer ++ 1.895 Plätze, 2.854 m² bespielbarer Gesamtfläche ++ Revuetheater mit eigener Ballettcompagnie, Palastorchester, Kinder-und Jugendensemble ++
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