Jüdische Ansiedlungen gab es in Aachen bereits in der Karolingerzeit. Größere Gemeinden bildeten sich erst im 19. Jahrhundert, die Synagogen Gemeinde Aachen ab 1861. Eine Synagoge entstand 1862, wie zu dieser Zeit üblich im maurischen Stil. Die Synagoge wurde 1938 niedergebrannt, ein Mahnmal erinnert daran. Am alten Standort steht seit 1995 ein neues Gemeindehaus. Heute gibt es wieder eine große jüdische Gemeinde in Aachen mit einer eigenen Bibliothek und einer eigenen Zeitung. Die Tour zu Orten der jüdischen Geschichte in Aachen beginnt nördlich an der neuen Synagoge und endet östlich am jüdischen Friedhof auf der Hüls. *Religionsreisen, Geschichtsreisen*
Geweiht 1996 ++ Jüdische Gemeinde Aachen ++ Architekt Alfred Jacoby ++ auf dem Grundstück der alten, zerstörten Synagoge errichtet ++ Foyer hinter einer Glaswand mit filigranen Stahlprofilen ++ transparente Sicht auf den zylindrischen Baukörper der eigentlichen Synagoge mit verglaster Kuppel ++ runder Raum für die Gottesdienste zwischen dem Foyertrakt und dem Hofflügel (Gemeindesaal) ++ innen dominiert Buchenholz ++ senkrechte Buntglasfenster von Johannes Schreiter ++
Synagoge der jüdischen Gemeinde Aachen ++ eingeweiht 1862, 1938 zerstört ++ Architekt Wilhelm Wickop ++ Bau des Historismus (maurischer Stil), hoher, kubischer Saalbau ++ 1984 Mahnmal ++ 1995 Gemeindehaus am alten Standort ++
Stadtmuseum ++ Standort inmitten der historischen karolingischen Pfalzanlage (Katschhof, früherer Innenhof der Pfalz) ++ denkmalgeschütztes Verwaltungs-Gebäude (1960er-Jahrebau, Architekt Gerhard Moritz Graubner) ++ Umbau bis Herbst 2013 (Generalplaner hks-Architekten Aachen) ++ Ausstellung zur Geschichte Aachens und Karls der Große, Mythos Karl im europäischen Kontext ++ Themen: archäologische Funde der Römerzeit, karolingisches Aachen, mittelalterliche Stadt der Krönungen, napoleonisches Aix-la-Chapelle, "Europastadt" der Gegenwart ++ Wechselausstellungen ++ Museumspädagogik, Café, Museumsshop ++ Bürger-Service ++ 20.06.-21-09. Teil der Ausstellung "Karl der Große - Macht Kunst Schätze" ++
Gedenktafel "Wege gegen das Vergessen" für Anne Frank ++ hier stand das Haus ihrer Großmutter Rosa Holländer-Stern ++ Anne Frank hielt sich hier von Juli 1933 bis Januar 1934 auf ++
Mit dem Projekt Stolperstein erinnert der Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit ++ vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort werden Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir eingelassen ++ darauf sind Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person dokumentiert ++ seit 2008 wurden in Aachen 27 Stolpersteine verlegt (2013) ++ Beispiel Stolpersteine am Pastorplatz ++ Stolpersteine für Anne Frank, Edith Frank und Margot Frank ++ die Familie Frank war hier 1933 bei Rosa Holländer untergekommen ++ nach der Flucht nach Holland wurde die Familie in Westerborgk interniert, Anne und Margot Frank in Bergen-Belsen, Edith Frank in Auschwitz ermordet ++
Friedhof der jüdischen Gemeinde Aachen ++ angelegt 1822, erweitert 1865 und 1878 ++ Fläche 8.072 qm ++ ältester Grabstein von 1829 ++ erhalten 1229 Grabsteine ++ Standort Ecke Lütticher Straße / Körnerstraße ++
Friedhof der Stadt Aachen ++ Fläche 30,5 ha ++ angelegt 1832 ++ allgemeiner Friedhofsbereich ++ 8,6 ha Ehrenfriedhof für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (angelegt 1914), zentrales Hochkreuz ++ innerhalb des Ehrenfriedhofes 15 qm Areal als jüdischer Friedhof eingerichtet (1914-1918 belegt), 16 Grabsteine, Gedenkstein für einen jüdischen Gefallenen ++
Ehemaliger Friedhof der jüdischen Gemeinde Kornelimünster ++ Fläche 564 qm ++ 1835-1935 belegt ++ 23 Grabsteine erhalten, drei Gedenksteine ++ Friedhof wird als Gedenkstätte erhalten ++
Ehemaliger Friedhof der jüdischen Gemeinde Stolberg ++ Fläche 600 qm ++ 1860-1935 belegt ++ wird als Gedenkstätte erhalten ++ 16 Grabsteine vorhanden ++
Friedhof der jüdischen Gemeinde Aachen ++ angelegt 2007 ++ abgegrenzter Teil des städtischen Friedhofs auf der Hüls ++ Fläche 6.800 qm ++
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